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Veröffentlicht: Dienstag, 19. Mai 2026 09:39
Einladung
DEMOKRATIE NONSTOP
Kommt zu den Gesprächen über ihre alte Gegenwart und ihre junge Zukunft
4 Tage lang, rund um die Uhr
Wir reden in Gesprächskreisen über eine Demokratie, wie wir sie brauchen und wollen, und wachsen zusammen über ihre triste Realität hinaus.
Vom 3. bis 6. Juni
freier Zugang jederzeit von 8 bis 23 Uhr, Goethe Haus in der Goethestraße 42, Bozen
- hier das Programm der vier Tage -
und wichtig:
Zwischen dem Programm der geplanten Gesprächsrunden mit eigens eingeladenen Gästen freuen sich demokratieengagierte Menschen über junge und alte Bürger*innen, die hereinspazieren und über Demokratie reden wollen.

Demokratie, was ist das heute?
Eine müde Selbstverständlichkeit, die niemanden mehr begeistern kann? Oder die Grundbedingung für ein gutes Leben für Alle auf dieser Welt? Beides! Und deshalb ist es höchste Zeit, dass wir uns um sie kümmern.
Herausholen aus dem Getriebe des Alltagssumpfes und in der Sonne glänzen lassen als der Stein, der das menschliche Leben veredeln kann – ein Edelstein, wenn er in unseren (!) Händen liegt. Machen wir ihn blitz und blank!
Dabei helfen uns die geladenen Gäste aus nah und fern:
- Ralf-Uwe Beck - Sprecher von Mehr Demokratie e.V. Deutschland
- Ann-Christine Vossberg Straw - Co-Präsidentin der Schweizer-Demokratie-Stiftung
- Mario Staderini - fondatore di Democrazia Radicale, Roma
- Alex Marini - presidente dell'associazione Più Democrazia in Trentino
- Francesco Palermo - Professor für Verfassungsrecht
- Marco Boato - già Senatore della Repubblica
- David Hofmann - Climate Action
- Roberto Innocenti - Partito Umanista
- Thomas Benedikter - Wirtschaftswissenschaftler, Sozialforscher, Publizist und Autor
- Theresia Morandell - Politika / Gesellschaft für Politikwissenschaft, Eurac Research
- Hannes Obermair - Historiker
- Alessandro Cossu - Rhythmischer Begleiter
- Christoph Moar - IT-Experte
- und andere mehr
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Veröffentlicht: Montag, 16. März 2026 11:14
Verfassungsreferendum vom 22. und 23. März
Abstimmungsheft online von "Più Democrazia Italia"
in deutscher Übersetzung
Am 22. und 23. März findet die Abstimmung zum Verfassungsreferendum über die Reform zur Aufteilung des Obersten Richterrats und zur Einrichtung des Obersten Disziplinargerichts statt.
Wir veröffentlichen dazu das Informationsheft, das von Più Democrazia Italia in Anlehnung an das Modell der Schweizerischen Eidgenossenschaft erstellt wurde. Dort wird bei jeder Volksabstimmung, zusammen mit dem Stimmzettel, allen Stimmberechtigten ein Abstimmungsheft zugesandt. In Italien ist hingegen immer noch nicht ein amtliches Abstimmungsheft eingeführt worden, in dem der Gegenstand der Abstimmung erklärt wird und die Pro- und Kontrapositionen gleichberechtigt dargestellt sind. Anders in Südtirol, wo sowohl für Abstimmungen auf Landes- als auch auf Gemeindeebene auf unser Betreiben hin solche Informationshefte verpflichtend vorgesehen sind.
Deshalb erleben wir auf staatlicher Ebene Referendumskampagnen, die von parteiischer Kommunikation dominiert und oft von mächtigen Gruppen bestimmt werden. In einer Zeit, in der Desinformation eine strukturelle Bedrohung für Demokratien ist, ist das Fehlen von unparteiischen institutionellen Informationen eine schwerwiegende politische Nachlässigkeit.
Die Organisation Più Democrazia Italia, unter der Koordination von Leonello Zaquini, will helfen, diesen institutionellen Mangel zu beheben und hat schon bei vergangenen Referenden ein Abstimmungsheft nach dem Beispiel, wie es in der Schweiz erstellt wird, veröffentlicht. Damit soll ein Mindestmaß an objektiver Information gewährleisten werden.
Die Gründe für das Ja findest Du auf Seite 5 des hier unten über einen Link zugänglichen Abstimmungsheftes, die Gründe für das Nein auf den Seiten 6-8.
Festzuhalten ist:
Diese Verfassungsreform hat ihren Ursprung in einem Dauerkonflikt zwischen den Rechtsregierungen und der Gerichtsbarkeit. Zuletzt beispielsweise betreffend den Umgang mit Flüchtlingen in Seenot, die Verfahren mit Asylsuchenden und den Bau einer Brücke über die Meerenge zwischen Sizilien und Kalabrien. Tatsache sind sich wiederholende verbale Angriffe von Vertretern der Rechtsparteien auf einzelne Richter und die Gerichtsbarkeit. Die Rechtsparteien vertreten geschlossen das Ja zur Reform, die Richterschaft und ihre Organisationen hingegen weitgehend das Nein, das auch von den Linksparteien, den Gewerkschaften und den Organisationen des sozialen Lagers, wie z.B. dem KVW vertreten wird.
Letztlich geht es um den Konflikt zwischen einer Verfassung und Regierungen, die sich in ihren Vorhaben und Entscheidungen durch diese Verfassung eingeschränkt sehen. Die Verfassung ist unter dem Eindruck der Erfahrungen mit dem Faschismus entstanden. Sie ist Grundlage für eine vollkommen unabhängige Gerichtsbarkeit und Garantie für die Gewaltenteilung und die juridische Kontrolle der politischen Macht, die für die Demokratie entscheidend ist. Eine Einschränkung der Kontrollfunktion der Gerichtsbarkeit und ihrer Unabhängigkeit kann man an dieser Verfassungsreform nicht unmittelbar erkennen. Sie ist aber im Zusammenhang mit den durch die angestrebte Reform notwendig werdenden neuen Anwendungsgesetze zu befürchten.
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