weiterhin keine Mitbetimmung

Ausführliche Formulierung

unten, für schnelle Leser*innen

 

SVP verhindert weiterhin vom Autonomiestatut vorgesehene Mitbestimmung.

Wir brauchen eine andere Politik:

eine Politik mit den Menschen – eine wirkliche, eine echte Demokratie!

 


Ausstellung "Direkte Demokratie in Südtirol - jetzt geht es" weiter verhindert

Was sich in der Woche vom 11. Juni im Landtag abgespielt hat, hat noch einmal deutlicher gemacht: Politik in Südtirol muss von Grund auf erneuert werden. Das kann nur gemeinsam mit den Bürger*innen geschehen. Alles andere geht in die entgegengesetzte Richtung. Auch deshalb ist der direktdemokratische Weg frei zu machen um ein bestehendes fundamentales Recht anwendbar zu machen: Bürger*innen sollen ihre Demokratie selbst gestalten können. Das wird mit den kommenden Landtagswahlen möglich.


Die Demokratie liegt in Südtirol im Argen.

  • Verfassungsrechtlich und ein vom Autonomiestatut vorgegebenes politisches Recht wird den Bürger*innen vorenthalten;
  • es gibt keine Gewaltenteilung zwischen Legislative und Exekutive – fast ein Drittel des Landtages besteht aus der Landesregierung;
  • Die gewählte Landesregierung vertritt wenig mehr als die Hälfte der Menschen (143.534 = 51%), die an der Landtagswahl teilgenommen haben (290.299). Von der wahlberechtigten Bevölkerung insgesamt aber, vertritt sie nur einen kleinen Teil: nicht mehr als 33,4 % der 429.841 Wahlberechtigten.
  • von den Regierungsparteien wird im Landtag verfassungswidrig (Art. 67 der Verfassung) unter Fraktionszwang abgestimmt;
  • es wird die Einführung des listenübergreifenden Wählens verweigert;
  • ebenso die Briefwahl und die Online-Unterstützung für Volksinitiativen;
  • je nach Bedarf, wird die Autonomie der Gemeinden verletzt;
  • u.v.m..

 

Wieder hat die SVP bestätigt, was sie schon seit einem Vierteljahrhundert verfassungswidrig praktiziert: den Bürger*innen es unmöglich zu machen, das Mitbestimmungsrecht anzuwenden, das ihnen vom Autonomiestatut garantiert wird. Mit Hilfe nur einer einzigen Stimme, sind die von acht Parteien im Landtag eingebrachten zwei Gesetzentwürfe der Initiative für mehr Demokratie EO durch die regierende Mehrheit abgewiesen worden. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an die unterstützenden Parteien: TK, SF, Grüne, Die Freiheitlichen, PD/DP, JWA, Wir Bürger, Freie Fraktion und Vita für ihre konsequente Haltung in der Demokratiefrage über alle Unterschiede in den einzelnen Sachfragen hinweg.

 

Diese knappe Mehrheit gegen die beiden Gesetzentwürfe konnte nur mit Lüge und Betrug zustande kommen. 

  • Die zwei Abgeordneten von Fratelli d'Italia haben mit ihrer Ablehnung der zwei Gesetzentwürfe die Verpflichtung gebrochen, die sie 2023 vor den letzten Landtagswahlen den Bürger*innen gegenüber eingegangen waren. Sie hatten sich zusammen mit weiteren acht Parteien verpflichtet, diese nach den Wahlen verabschieden zu wollen. 
  • Die Ablehnung der Gesetzentwürfe erfolgte ohne jede sachliche Begründung und wird von der Regierungsmehrheit mit der Lüge gerechtfertigt, wir hätten gut anwendbare Mitbestimmungs­rechte. Seit den Bürger*innen mit der Autonomiereform von 2001 alle direktdemokratischen Instrumente zustehen, hat es keine einzige gültige Volksabstimmung in Südtirol gegeben (ausgenommen die bestätigenden Referenden von 2014 und 2022, weil das Autonomiestatut ihre Anwendung mit einem außerhalb Südtirol festgelegten Rahmen garantiert: ohne Beteiligungsquorum und mit einer annehmbaren Zugangshürde).

 

Nur die Bürger*innen können jetzt ein starke und echte Demokratie schaffen: mit einer Stimme für anwendbare Mitbestimmungsrechte bei den Landtagswahlen 2028.

Die Initiative für mehr Demokratie EO wird jetzt alles unternehmen, damit bei den nächsten Wahlen eine Mehrheit zustande kommt, die die mehrheitlichen Erwartungen der Bevölkerung an die Demokratie* vertritt und die bereit ist, die Demokratie entsprechend zu gestalten. Denn diese Regierungsmehrheit verrät mit ihrem Demokratieverständnis und in der Frage der Demokratiegestaltung die mehrheitlichen Erwartungen der Bevölkerung an die Demokratie.* Sie untergräbt das Vertrauen in die Demokratie und in die Institutionen.


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*- 2009 haben in der ersten landesweiten Volksabstimmung 83,1 % der Abstimmenden für das Bessere Gesetz zur Direkten Demokratie gestimmt, 114.884 Bürger*innen!

- in zwei Landesreferenden (2014 und 2022) hat sich jeweils eine klare Mehrheit der Abstimmenden gegen die Einschränkung der Mitbestimmungsrechte ausgesprochen und die Entscheidung der Landtagsmehrheit aufgehoben;

- in einer Umfrage des ASTAT im Jahr 2022, publiziert im Dezember 2022, Nr. 74, haben über 70 % der Befragten angegeben, dass Volksabstimmungen für sie mindestens gleich wichtig sind, wie Wahlen, 11 % davon meinten sogar, sie seien wichtiger.

- Europaweit liegt der Wunsch der Bevölkerung nach wirksamen und gut anwendbaren Mitbestimmungs­rechten zwischen 70 und 80% der Befragten.

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für schnelle Leser*innen

 

Südtirol braucht ein Demokratie-Update!

Was am 11.6.2026 im Landtag (also im Südtiroler Parlament) abgegangen ist, zeigt einmal wieder ganz deutlich: Unsere Politik muss von Grund auf geändert werden. Und zwar zusammen mit uns, den Bürgerinnen und Bürgern!

 

Das Problem: Die Demokratie in Südtirol ist sehr schwach

Eigentlich haben wir laut Gesetz das Recht, mitzubestimmen und sollten das ändern können. Aber die Regierungsparteien und allen voran die SVP blockieren das seit 30 Jahren. Hier die größten Schwachpunkte unserer Demokratie:

  • Keine echte Trennung der Macht: Fast ein Drittel der Politiker im Landtag sitzt gleichzeitig in der Landesregierung. Die kontrollieren sich also quasi selbst.

  • Die Regierung vertritt nur ein Drittel der wahlberechtigten Bevölkerung.

  • Fraktionszwang: Politiker der Regierungsparteien müssen in der Regel so abstimmen, wie ihre Partei es vorschreibt, anstatt nach ihrem eigenen Wissen und Gewissen und dem Willen der Wähler gerecht zu werden.

  • Veraltetes System: Moderne Sachen wie das Wählen von Personen aus verschiedenen Listen, Briefwahl oder das Online-Unterschreiben für Bürgerinitiativen werden einfach verweigert.

 

Was ist in der Woche vom 11. Juni im Landtag passiert?

Acht verschiedene Parteien wollten mit zwei Gesetzen erreichen, dass wir Bürger*innen endlich mitbestimmen können (organisiert von der Initiative für mehr Demokratie).

Das Ergebnis: Die Regierungsmehrheit hat die Gesetze abgelehnt – und das mit einer einzigen Stimme mehr: 17 zu 18!

Wie ist das gekommen? Vor den Wahlen 2023 hatten zwei Abgeordnete der Partei Fratelli d'Italia noch versprochen, bei diesen Gesetzen mitzumachen. Nach der Wahl haben sie ihr Versprechen gebrochen. Und die Regierung behauptet einfach, wir hätten doch schon genug Mitbestimmung.

Die Wahrheit ist aber: Seit der großen Reform des Autonomiestatutes im Jahr 2001 gab es in Südtirol keine einzige gültige Volksabstimmung, die von den Bürgern selbst erfolgreich durchgezogen werden konnte. Das ganze Verfahren ist absichtlich so gemacht, dass Volksabstimmungen nicht zustande kommen.

 

Die Mehrheit der Menschen im Land will es anders!

Die Politiker arbeiten in dieser zentralen Sache gegen den Willen der Bevölkerung. Das zeigen klare Zahlen:

  • Über 70 % der Menschen in Südtirol sagen, dass Volksabstimmungen genauso wichtig (oder sogar wichtiger) sind wie Wahlen.

  • Schon 2009 haben über 114.000 Menschen für mehr direkte Demokratie gestimmt.

  • In ganz Europa wollen 70 bis 80 % der Leute mehr Mitspracherecht.

 

Wie geht es weiter?

Dieses Verhalten der Regierungsparteien zerstört das Vertrauen in die Politik. Die Initiative für mehr Demokratie wird deshalb alles tun, damit bei den nächsten Landtagswahlen eine Regierungsmehrheit zustande kommt, die gemeinsam mit den Bürger*innen ihre Demokratie neu gestaltet.

Fazit: Wenn wir wirklich mitbestimmen wollen, müssen wir das bei den nächsten Wahlen auf dem Zettel zeigen!

 
 

Macht die Mitbestimmungsrechte endlich anwendbar

 

Lasst Mitbestimmung endlich wirklich werden

 

Diese Woche im Landtag:
Die Demokratie in Südtirol am Scheideweg!

In dieser Woche entscheidet der Landtag, wie es in Südtirol mit der Demokratie weiter geht. Vor einem Viertel Jahrhundert (2001) hat das römische Parlament ins Autonomiestatut geschrieben, dass Südtirol seine Demokratie selbst regeln kann und sowohl mit Wahlen als auch mit Abstimmungen funktionieren soll. Wie, das sollte mit eigenen Landesgesetzen festgelegt werden. Seitdem wurde fünf Mal nach einem selbstgegebenen Wahlgesetz der Landtag neu gewählt, aber es hat keine einzige gültige Volksabstimmung stattfinden können. Ausgenommen sind die bestätigenden Referenden von 2014 und 2022, weil es für diese im Autonomiestatut einen klaren, außerhalb Südtirol festgelegten Rahmen gibt, der ihre Anwendung garantiert: eine zugängliche Hürde und kein Beteiligungsquorum. Die Regeln für die gesetzeseinführenden und -abschaffenden Volksabstimmungen wurden hingegen in den Landesgesetzen von 2005 und 2018 dermaßen mit Hürden versehen, dass sie daran nur scheitern konnten.


Wer Bürgerrechte nur vorgaukelt, wer sie anbietet, sie aber nicht so gestaltet, dass sie auch nutzbar sind, der wird bestraft mit einem sinkenden Vertrauen in die Demokratie.“ So Ralf-Uwe Beck, Sprecher von Mehr Demokratie e.V., bei den Bozner Demokratie Gesprächen der vergangenen Woche. Und genau das ist, wie in allen mangelhaft ausgebildeten Demokratie, auch in Südtirol geschehen. Davor hat die Initiative für mehr Demokratie von Anfang an gewarnt.

 

Demokratie ist in Südtirol von der hier herrschenden Partei für ihren eigenen Machterhalt geregelt worden. Gewiss nicht so, wie es sich eine Mehrheit der Südtiroler*innen wünschen würde. Das können wohl nur die Südtiroler*innen selber machen und das wurde ihnen, entgegen den Vorgaben des Autonomiestatutes, verboten.

Ex-Senator Marco Boato, Erstunterzeichner des Artikels 47 des Autonomiestatutes, hat bei den Bozner Demokratie Gesprächen noch einmal bestätigt, dass in keinem Moment der Entstehung dieses Artikels 47 die Absicht bestand, den Bürger*innen die Mitgestaltung ihrer Demokratie vorzuenthalten (siehe die Fußnote und den Link zum Video-Interview, 1:14). „Die Kommission irrt mit ihrer Auslegung.“ Deshalb ist der Landtag jetzt aufgerufen diese Verhinderung zu beseitigen. Ebenso sollen die vom Autonomiestatut vorgesehenen Instrumente der Direkten Demokratie nach 25 Jahren endlich so geregelt werden, dass sie anwendbar sind.

Zusammen mit Ex-Senator Marco Boato rufen acht international renommierte Politikwissenschaftler und Demokratieforscher,

- Andi Gross, St. Ursanne (JU) CH, Bruno Kaufmann, Schweden, Ralf-Uwe Beck, Eisenach (D), Mario Staderini, Roma (I), Alex Marini, Rovereto (I), Nenad Stojanović, Genf und Aarau CH, Thomas Benedikter, Südtirol -

 

den Landtag auf, die verfassungsrechtlich garantierten politischen Rechte der Bürger*innen anwendbar zu machen und sie nicht unter dem Vorwand des Schutzes vor Missbrauch, wie bisher, verhindern zu wollen (siehe Link).

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PARERE DELL’ON. MARCO BOATO

IN MERITO ALLA AMMISSIBILITA’ DELLA PROPOSTA REFERENDARIA

IN MATERIA DI DEMOCRAZIA DIRETTA

Nella mia veste di ex-parlamentare per sei legislature, già componente delle Commissioni Affari Costituzionali del Senato della Repubblica (decima legislatura) e della Camera dei deputati (undicesima, tredicesima, quattordicesima e quindicesima legislatura) e nella mia veste di PRIMO FIRMATARIO, nella tredicesima legislatura, della proposta di legge costituzionale Atto Camera n.168 e abb. riguardante la modifica degli Statuti delle cinque Regioni a statuto speciale, e in particolare delle disposizioni statutarie concernenti le Province autonome di Trento e Bolzano, definitivamente approvata ed entrata in vigore come legge costituzionale n. 2 del 2001, esprimo il seguente parere.

Né sulla base dei lavori preparatori della legge costituzionale n. 2 del 2001 (ai quali ho interamente partecipato come componente della Commissione Affari costituzionali della Camera dei deputati nella tredicesima legislatura e come primo firmatario della proposta di legge costituzionale n. 168 e abb. in materia), né tanto meno sulla base del dettato del riformato art. 47 dello Statuto di autonomia (novellato dall’art. 4, comma 1, lettera v, della legge costituzionale n. 2 del 2001) si può in alcun modo evincere la esclusione delle materie di cui all’art. 47, comma 2, dello Statuto di autonomia dalla ammissibilità ad essere sottoposte all’iniziativa referendaria di tipo propositivo, introdotta nello Statuto dallo stesso art. 47, così come riformato dall’art. 4 della legge costituzionale n. 2 del 2001.

In fede

Marco Boato

 

Vervollständigte Demokratie in Südtirol - dritter Anlauf

Ärger und Frust mit einer halbwertigen Demokratie in Südtirol kann im Juni ein Ende haben

 Abstract

Seit 25 Jahren steht der Südtiroler Bevölkerung laut Autonomiestatut das Recht auf Volksabstimmungen zu. Dieses Recht ist bisher von der Landtagsmehrheit, sprich SVP, gesetzlich so geregelt worden, dass es nicht angewandt werden konnte und gültige Volksabstimmungen verhindert wurden. Nach zwei Anläufen 2009 (erste, aber für ungültig erklärte Volksabstimmung) und 2018 (partizipative entstandenes Landesgesetz) ist der Landtag jetzt wieder aufgerufen, dieses Unrecht mit einer Abänderung des Landesgesetzes zu beenden und das vielfach verlorene Vertrauen mit einer vervollständigten Demokratie zurückzugewinnen.

vervollsrändigte DemokratieDie Initiative für mehr Demokratie spricht in einer Aussendung von einer halbwertigen Demokratie in Südtirol, die in der Bevölkerung Ärger und Frust verursacht. Während die Schweiz vor Kurzem über die Senkung der Rundfunkgebühren abgestimmt und diese für einen qualitativ wertvollen Dienst abgelehnt hat und in diesem Jahr noch drei Mal über Fragen abstimmen wird, die den Menschen wichtig sind - in den 26 Schweizer Kantonen waren es 2025 an die 100, finden in Südtirol seit 2015 keine Volksabstimmungen mehr statt. Ausgenommen ist das bestätigenden Referendum von 2014 und 2022, weil es für dieses im Autonomiestatut einen klaren, außerhalb Südtirol festgelegten Rahmen gibt, der seine Anwendung garantiert: eine zugängliche Hürde und kein Quorum. Die Dringlichkeit von Volksabstim­mungen auch in Südtirol wird immer wieder offensichtlich.

So wie vor 20 Jahren schon mit dem leidigen Thema Flugplatz, so jetzt wieder mit der Farce „Bettenstopp“. In beiden Fällen war und ist die Haltung in der Bevölkerung klar. In beiden Fällen musste und muss sie ohnmächtig zusehen, wie mit Täuschung die Interessen Weniger durchgesetzt werden. Eine Demokratie, die nicht zulässt, dass Bürger*innen auch selbst politische Entscheidungen treffen können, sondern nur alle fünf Jahre mehr schlecht als recht festlegen, wer in den nächsten fünf Jahren entscheidet, ist sicher nur halb so viel wert, wie eine, in der alle mitentscheiden können – sie ist halbwertig.

mit LINK weiter zu: Brief an alle Landtagsabgeordneten im Hinblick
auf die Endbehandlung der beiden Gesetzentwürfe,
mit denen die Mitbestimmungsrechte endlich anwendbar gemacht werden sollen

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Demokratie-Gespräche

EinladungDIE DEMOKRATIE-GESPRÄCHE

D
EMOKRATIE NONSTOP

hier der neue Link

 zum aktualisierten Programm
der vier Tage

 

Wir müssen über Demokratie reden. Wir dürfen nicht nur darüber streiten, wie die vielfältigen Probleme zu lösen sind. Um die richtigen Lösungen zu finden, müssen wir zuallererst danach fragen, wie die Lösungen der Probleme gesucht werden sollen.

Wir müssen danach suchen, wie die Demokratie am besten zu gestalten ist, um mit ihr die Probleme bestmöglich lösen zu können.

 

Kommt zu den Demokratie-Tagen von Mittwoch, 3. Juni bis Samstag 6. von 8 bis 24 Uhr, ins Haus Goethe in der Goethestraße 42, Bozen.

 

Zwischen dem Programm der geplanten Gesprächsrunden mit eigens geladenen Gästen, freuen sich demokratieengagierte Menschen über junge und alte Bürger*innen, die hereinspazieren und über Demokratie reden wollen.

Verfassungsreferendum über die Gerichtsbarkeit

Italien: 22.-23. März 2026

Wieder retten die Bürger*innen mit Direkter Demokratie die Verfassung

 

NEINDie Initiative für mehr Demokratie erinnert angesichts des Referendums über die Reform der Gerichtsbarkeit daran, dass die Bürger*innen sich schon in den Jahren 2006 und 2016 mit dem Referendum erfolgreich gegen eine Machtkonzentration namens „presidenzialismo“ gewehrt haben, so wie dieses Mal gegen einen Angriff auf die Gewaltenteilung. Und sie erinnert daran, dass sich 2014 eben so auch die Südtiroler Bevölkerung mit dem bestätigenden Referendum gegen eine Direkte-Demokratie-Mogelpackung der SVP und 2022 gegen die Abschaffung des Referendums erfolgreich gewehrt hat.

 

Überdies sei wieder deutlich geworden, wie wenig Berechtigung das Beteiligungsquorum hat. Ohne dieses müssen alle mit ihren Argumenten in die Arena steigen und seien es die dümmsten. Ohne Beteiligungsquorum gewinnt man keine Abstimmung, indem man mit Nichtbeteiligung spekuliert. Wer kann man mit dieser Erfahrung noch glaubwürdig das Beteiligungsquorum beim abschaffenden Referendum aufrecht erhalten? Ein Volksbegehrensantrag liegt zu seiner Abschaffung im Senat.

 

Und nicht zuletzt fragt sich die Initiative für mehr Demokratie, wie sich angesichts dieses Referendums jetzt noch eine Partei im Südtiroler Landtag glaubwürdig wird dagegen aussprechen können, die Instrumente Direkter Demokratie endlich auch in Südtirol anwendbar zu machen? Auf diese Frage wird die Regierungsmehrheit noch vor dem Sommer eine Antwort zu geben haben.

 

Gesprächsrunden zur Demokratie

Einladung

DEMOKRATIE NONSTOP

Kommt zu den Gesprächen über ihre alte Gegenwart und ihre junge Zukunft

4 Tage lang, rund um die Uhr

 

Wir reden in Gesprächskreisen über eine Demokratie, wie wir sie brauchen und wollen, und wachsen zusammen über ihre triste Realität hinaus.

Vom 3. bis 6. Juni

freier Zugang jederzeit von 8 bis 23 Uhr, Goethe Haus in der Goethestraße 42, Bozen
- hier das Programm der vier Tage -

und wichtig:

Zwischen dem Programm der geplanten Gesprächsrunden mit eigens eingeladenen Gästen freuen sich demokratieengagierte Menschen über junge und alte Bürger*innen, die hereinspazieren und über Demokratie reden wollen.

 Vorankündigung 4 Tage DEMOKRATIE NONSTOP

 

Demokratie, was ist das heute?
Eine müde Selbstverständlichkeit, die niemanden mehr begeistern kann? Oder die Grundbedingung für ein gutes Leben für Alle auf dieser Welt? Beides! Und deshalb ist es höchste Zeit, dass wir uns um sie kümmern.

Herausholen aus dem Getriebe des Alltagssumpfes und in der Sonne glänzen lassen als der Stein, der das menschliche Leben veredeln kann – ein Edelstein, wenn er in unseren (!) Händen liegt. Machen wir ihn blitz und blank!

Dabei helfen uns die geladenen Gäste aus nah und fern:

  • Ralf-Uwe Beck - Sprecher von Mehr Demokratie e.V. Deutschland
  • Ann-Christine Vossberg Straw - Co-Präsidentin der Schweizer-Demokratie-Stiftung
  • Mario Staderini - fondatore di Democrazia Radicale, Roma
  • Alex Marini - presidente dell'associazione Più Democrazia in Trentino
  • Francesco Palermo - Professor für Verfassungsrecht
  • Marco Boato - già Senatore della Repubblica
  • David Hofmann - Climate Action
  • Roberto Innocenti - Partito Umanista
  • Thomas Benedikter - Wirtschaftswissenschaftler, Sozialforscher, Publizist und Autor
  • Theresia Morandell - Politika / Gesellschaft für Politikwissenschaft, Eurac Research
  • Hannes Obermair - Historiker
  • Alessandro Cossu - Rhythmischer Begleiter
  • Christoph Moar - IT-Experte
  • und andere mehr

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